Katzenleben...

Jede Hauskatze stammt von der nordafrikanischen Falbkatze (felis libyca) ab.

 

Katzen sind wie Hunde seit Jahrtausenden ständige Begleiter des Menschen. Sie haben sich aber im Gegensatz zum Hund selbst domestiziert, das heisst dem Menschen zum Selbstzweck angeschlossen und sich keiner Zuchtauswahl unterworfen. Sie waren beliebte Schädlingsbekämpfer und schlossen sich der menschlichen Gesellschaft zur Zeit der ersten Kornkammern an.

 

Schnell breiteten sie sich auf dem ganzen Kontinent aus.

 

Die schwärzeste Zeit erlebte die Katze dann im Mittelalter, wo sie im Zuge der Hexenverbrennungen in Europa fast völlig ausgerottet wurde. Kurze Zeit später brach dann auch die Pest aus, die sich durch die daraus folgende grossen Schädlingspopulationen rasend schnell ausbreiten konnte.

 

In den letzten Jahren rückte die Katze verstärkt in den Mittelpunkt der Arbeit von Verhaltensforschern. Es wurden unter Anderem die verschiedenen Katzentypen, das Spiel-, Jagd- und Sozialverhalten, sowie die Beziehung zum Menschen erforscht.

 

Um eine harmonische Katze-Mensch-Beziehung zu erhalten, muss der Mensch die biologischen und psychologischen Bedürfnisse der Katze beachten. Die meisten Probleme entstehen aus falschen Erwartungen an die Katze, unangemessenen Haltungsbedingungen und falscher Kommunikation.

Felis libyca
Felis libyca

Die häufigsten Verhaltensprobleme bei Katzen sind: Harnmarkieren, destruktives Verhalten, Unsauberkeit, Unverträglichkeit mit den Artgenossen, Angriffe auf Menschen.

 

Oft sind diese Verhaltensweisen Antworten auf Störungen des Sicherheitsgefühles der Katze. Katzen sind sehr sensibel!

 

Selbst der grosse Draufgänger kann auf plötzliche Veränderungen (Umstellen der Möbel, Familienzuwachs, neuer Partner,...) in seiner gewohnten Umgebung sehr empfindlich reagieren. Oft bemerken wir dies jedoch erst, wenn die Probleme allzu offensichtlich werden.

 

Sozialbedürfnisse: Katzen sind oftmals schwer zu vergesellschaften, d. h. sie sind eher Einzelgänger. Menschenscheue Katzen benötigen sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen ihres Menschen, um eine Beziehung aufbauen zu können, eng wird diese aber eventuell trotzdem nie...

Die Vertrauensbasis bezieht sich aber in der Regel nur auf ihre(n) Menschen. Bei einem Besitzerwechsel stünde die Katze wieder am Anfang: menschenscheu.

 

Streicheltypen spielen weniger gerne, während Spieltypen lieber toben, als sich stundenlang auf dem Schoss zu räkeln.

Unabhängig vom Typ benötigen aber alle Katzen sehr viel Anregung und auch die Möglichkeit zum Jagen.

 

Platzbedarf: Bei Wohnungskatzen ohne Auslauf gilt die Regel: Pro Katze sollte eine Rückzugszone vor Artgenossen und Menschen zur Verfügung stehen. Eine Katze sollte immer die Möglichkeit haben sich verkriechen zu können (etwa bei Besuch). Nutzen Sie dreidimensionalen Raum (Schränke, Regale, erhöhte Plätze)

 

Raumgestaltung: Pro Katze benötigen Sie ein Katzenklo, plus ein weiteres für alle zusammen. Jede Katze sollte eine eigene Rückzugsmöglichkeit haben. Als Ruhe- oder Schlafplatz werden erhöhte Aussichtsplätze besonders gerne angenommen, frei von Zugluft und Störung.

 

Stellen Sie Ihrer Katze einen Kratzbaum zur Verfügung , bevor sie sich alternative Möglichkeiten für das Krallen wetzen sucht. Besonders wichtig ist für reine Wohnungskatzen das Katzengras. Katzen fressen und erbrechen es meist wieder zusammen mit unverdaulichen Haarresten.

 

Fütterung: Die heutzutage angeborenen Dosen- und Trockenfutter sind in der Regel hochwertig genug, um damit eine Katze ausschliesslich ernähren zu können. Allerdings sollte man der Katze (besonders der reinen Wohnungskatze) regelmässig die Freude von frischen, grösseren, möglichst rohen Rind- oder Geflügelfleischbrocken (kein Schweinefleisch!) gönnen. Dies gilt der Gesunderhaltung besonders der Zähne und stellt eine willkommene Abwechslung im Alltag der Hauskatze dar.

 

Geben Sie keine Süssigkeiten. Zucker wird nicht vertragen.

Katzen trinken mehr, wenn das frische Wasser nicht direkt neben dem Futternapf platziert ist. Reichen Sie keine Milch, denn viele Katzen können den darin erhaltenen Milchzucker (Lactose) nicht vertragen.

„ Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum streicheln hat“

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