Was ist klassische Homöopathie?

Die klassische Homöopathie unterscheidet sich von z. B. der Komplexmittel-Homöopathie dadurch, dass nur ein individuelles auf den Patienten abgestimmtes Mittel zum Einsatz gebracht wird. Es wird nicht ein breites Band kombinierter Mittel gegeben, die auf die Krankheit ansprechen könnten, sondern ein gezieltes.

Die Arbeit dieser gezielten Mittelfindung nennt man Repertorisierung, die unter Umständen auch mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. 

Moderne Computerprogramme können einem diese Arbeit erleichtern, verschleiern aber eventuelle Symptome. Sie sind nur von routinierten Homöopathen zu gebrauchen.

 

Das System der klassischen Homöopathie wurde von dem deutschen Arzt Dr. Samuel Hahnemann zwischen 1796 und 1842 entwickelt. Zu dieser Zeit war die medizinische Wissenschaft noch sehr unwissenschaftlich. Die Kenntnisse über den Körper, die Krankheiten und Art und Weise ihrer Behandlung waren gering und erfindungsreich. Aderlass, Blutegel und Abführen waren die gängigen Methoden...

Die Unbeständigkeit und das Fehlen eines gefestigten Heilungsprinzips enttäuschte Hahnemann.

 

 

 

 

So zog er sich aus seiner medizinischen Praxis zurück und widmete sich der Übersetzung großer medizinischer Klassiker. 

1790 entdeckte er in einem dieser Bücher den Hinweis, dass Chinarinde Malaria heile.

Diesem Hinweis ging er nach und nahm in der Folge über mehrere Tage regelmäßig Chinarindensaft ein. Tatsächlich entwickelte der gesunde Hahnemann Symptome, die denen des Malaria-Fiebers sehr ähnlich waren.

 

Dieses Ergebnis begründete seine Idee, ähnliches mit Ähnlichem heilen zu wollen.

Er führte ähnliche Experimente mit anderen Medikamenten durch, deren heilende Wirkung bei bestimmten Erkrankungen gesichert war. Zzunächst nur an sich, später auch an gesunden Einzelpersonen. Hier beobachtete er denselben Effekt, dass nämlich die Mittel an gesunden Personen angewendet ähnliche Symptome hervorriefen, die sie an erkrankten Personen heilten.

 

Das System der Homöopathie war geboren...

Sechs Jahre nach seinem ersten Experiment veröffentlichte er einen Artikel mit seinen Ergebnissen. So brachte er seine neue Doktrin hervor:

 

Similia similibus curentur

(Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden)

 

Das stand im Gegensatz zur uralten Doktrin: Contraria contraris curentur (Gegensätzliches möge durch Gegensätzliches geheilt werden)

 

Dieses Jahr wird daher als Geburtsjahr der Homöopathie angesehen. 

 

Im "Organon der Heilkunst" veröffentlichte Hahnemann 1810 die vollständige Systematisierung der Grundsätze und Praxis der homöopathischen Heilkunst. Danach folgte sein wertvolles "Chronische Krankheiten". Eine Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf...

 

Der Begriff Homöopathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet: homoios=ähnlich + pathos=Leid, Krankheit.

 

Was bedeutet das nun?

In der Homöopathie werden Mittel pflanzlichen, mineralischen und tierischen Ursprungs eingesetzt. Diese Mittel sind also aufgrund ihrer immensen Verdünnungin der Lage Symptome beim Gesunden hervorzurufen, wärend ihr Einsatz beim Kranken zur Heilung führt.

Sind sie doch in unverdünntem Zustand teilweise giftig, manchmal auch tödlich, so entfalten sie in der Verdünnung ihr ganzes heilendes Potential.

 

Als Beispiel sei hier die Tollkirsche/Belladonne genannt, deren Verzehr zumindest lebensbedrohliche Folgen hat, als homöopathisches mittel bei akuten fiebrigen Erkrankungen aber als Standardmittel bekannt ist und gelten darf...

 

 

 

Da jeder Mensch und jedes Tier ganz individuell mit ein und derselben Krankheit umgekt, gibt es für jeden Kranken auch "sein" individuelles MIttel.

 

Es werden hierbei also nicht die klinischen Symptome behandelt, sondern der Kranke in seiner Gesamtheit mit seiner ihm eigenen Geschichte.

 

Ein Beispiel:

Der eine Schäferhund mit Arthrose hat zum Beispiel Anlaufschwierigkeiten nach längerer Ruhephase und muss sich erst einlaufen.. Ausserdem hat er es gerne warm. 

Ein anderer Schäferhund, ebenfalls mit Arthrose an den selben Gelenken, kommt ebenfalls anfänglich schwer in Gang. Es bessert sich auch bei ihm nach einer gewissen Aufwärmphase, doch er liebt es zudem grundsätzlich lieber kühl, sucht immer den kalten Fliesenboden im Flur auf...

 

Beide Hunde haben dieselbe Krankheit mit derselben klinischen Diagnose. Trotzdem wird jeder hund ein anderes homöopathisches Mittel bekommen.

 

Das gefundene Simile (das Individuum abdeckende Mittel) wied nicht nur die Arthrose als solche, sondern das gesamte Tier mit seiner Art der Beschwerden erfassen.

 

 

 

Während einer homöopathischen Behandlung kann es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Das Mittel hat im Körper dann eine Information hinterlassen und einen Reiz gesetzt, der kurzzeitig das eigentliche Krankheitsbild mehr oder weniger überlagert. Die Symptome verstärken sich zunächst um dann wieder abzuklingen und das Heilungsgeschehen in Gang zu setzen. 

Diese Reaktion zeigt, dass der Körper sich nun mit seinen Problemen auseinandersetzt und auf den "Denkanstoß" reagiert. Er hat die nötige Information bekommen, seine Beschwerden selbst zu bekämpfen...

 

 

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